
Wechseldruckmatratzen bestehen aus längs- oder quergeteileten bzw. wabenförmigen Luftkammern, einem Luftkompressor und Luftschläuchen.
Die Matratzen werden entweder auf vorhandene Bettmatratzen oder direkt auf den Lattenrost gelegt. Die Kompressoren werden entweder per Hand eingestellt oder stellen sich automatisch, durch Mikroprozessor gesteuert, auf das Gewicht des Patienten ein. Wechseldruckmatratzen weisen mindestens 2 Luftsysteme mit mehreren Luftkammern auf.
Bei gerippten Matratzen werden in einem Wechselrhythmus Gruppen von 2 oder 3 Zellen mit Luft befüllt bzw. entlastet. Dieses Verfahren gilt auch für wabenartige Wechseldruckmatratzen. Dadurch wird idealerweise eine völlige Druckentlastung einzelner Körperbereiche in einem vorgegebenen Rhythmus erreicht. Die Druckintervalle sind so angelegt, daß die Blutzirkulation im Gewebe trotz Immobilität des Patienten gewährt bleibt.
Einige Wechseldruckmatratzen und Kompressoren sind mit einem zusätzlichen Patienten-belüftungssystem ausgestattet. Hier wird durch Microporen in der Matratze permanent Luft in Richtung Patient abgegeben. Dadurch wird eine Feuchtigkeitssammlung vermindert.
Meist weisen jedoch solche Matratzen keine atmungsaktiven Oberflächen auf. Hier können zusätzlich saugfähige Auflagen/Tücher verwendet werden, die eine entsprechende Feuchtigkeitsabfuhr und Atmungsaktivität ermöglichen.
Bei voraussichtlicher Benutzungsdauer bis zu einem Jahr ist es angezeigt,
den Kompressor zu mieten.